So war Düsseldorf

Heiß, viele, laut und entschlossen. So war die Großdemonstration gegen das PAG am 07.07. in Düsseldorf. 18 – 20 Tausend Menschen fluteten die Route vom Hbf über die Kö bis zum Landtag. Der Zug war so lang, daß die Spitze bereits am Ort der Abschlußkundgebung angekommen war, während unser antiautoritäre Block – der sich am Ende der Demo befand – noch auf der Kö sich lautstark gegen das Kapital, den Staat und seine Repressionen positionierte.

Zu unserer Überraschung, hielten sich die Staatsdiener sehr bedeckt und blieben trotz Pyrotechnik entspannt. Ob das die Taktik der Einsatzleitung war oder einfach an der sengenden Hitze lag, bleibt an dieser Stelle offen.
Auch wenn die Gladbecker Gruppe zahlenmäßig nicht so vertreten war wie geplant, gab es doch ein Meer aus schwarz roten Fahnen und der von uns fleißig verteilte Flyer, fand interessierte Leser unter den Düsseldorfer Passanten. Abgesehen davon das es für das Hauptanliegen – gegen das PolGNRW zu demonstrieren – schon durch die bloße Masse der Teilnehmer ein Erfolg war, wurde auch das Anliegen unseres antiautoritären Blocks von ca 300 Genoss*inne durchaus erfolgreich vertreten und der anarchistische Gedanke unter die Leute gebracht.

An dieser Stelle möchte wir allen Teilnehmer*innen, der Orga, dem EA und allen Unterstützer*innen ein großes Dankeschön aussprechen.
Unser besonderer Dank gilt der „Anarchistische Gruppe Dortmund“ agdo.blogsport.eu

In diesem Sinne : Arsch hoch! Wir sehen uns auf der Straße.

Nein zum neuen Polizeigesetz NRW

Kommt am 07.07.2018 alle nach Düsseldorf wehrt euch gegen den geplanten Angriff auf unsere Freiheit durch die Landesregierung NRW.
Diese will eine drastische Verschärfung des bestehenden Polizeiaufgabengestzes kurz PAG durchsetzen und geht damit einen großen Schritt in Richtung Polizeistaat.

Die in unseren Augen wichtigsten Ändrungen in Kürze: Unterbindungsgewahrsam von bis zu einem Monat für Gefährder ohne Gerichtsurteil. Die Polizei hat hier freien Handlungsspielraum, wer als Gefährder gillt und wer nicht.
Mit diesem Gesetz sollen für den Staat unangenehme Personen bzw. Organisationen kriminalisiert werden. Aktionen des zivilen Ungehorsams wie etwa eine Blockade gegen eine Nazidemo, können dann von der Polizei schneller aufgelöst werden und Beteiligte müssen mit härteren Repressionen rechnen als bisher. Man stelle sich nur vor, wie Protestaktionen wie etwa „Ende Gelände“ ablaufen, wenn die Polizei solch eine Macht inne hält.

Desweiteren ist die; Zitat: „Einführung einer Rechtsgrundlage zur Durchführung von sog. Strategischen Fahndungen
als anlassbezogene, aber verdachtsunabhängige Anhalte- und Sichtkontrollen im
öffentlichen Verkehrsraum.“
geplant. Das widerspricht in unseren Augen ganz klar dem rechtsstaatlichen Prinzip der Unschuldsvermutung und führt mit Sicherheit im Alltag zu einer drastischen Verschärfung des „Racial Profiling“.

An dieser Stelle ersparen wir uns eine Aufzählung aller geplanten Änderungen und verweisen auf den offiziellen Gesetzentwurf, den ihr auf der Seite landtag.nrw.de einsehen könnt.

Wir rufen dazu auf:
Beteiligt euch an der vom Bündnis„Nein zum neuen Polizeigesetz NRW“ organisierten Demo am 07.07.2018 in Düsseldorf. Zeigt der Landesregierung, dass ihr nicht einverstanden seid mit einem derartigen Angriff auf eure/unsere Freiheit.

Die Anarchistische Antifa Gladbeck wird sich dem antiautoritären und anarchistischen Block anschließen und klare Stellung beziehen.
Wenn ihr gemeinsam mit uns aus Gladbeck anreisen wollt, meldet euch via Mail bei uns.

Ablauf vor Ort:

  • 13 Uhr Auftaktkundgebung vorm DGB Haus, Friedrich-Ebert-Straße 34-38, Düsseldorf
  • 15:30 Uhr: Abschlusskundgebung am Landtag
  • „Gegen jeden Antisemitismus!“ Aufruf zum Protest gegen Haverbeck-Sympathisanten.

    Am 21.06.2018 um 19:00 Uhr, wollen Neonazis aus Dortmund eine Mahnwache für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck an der Katharinentreppe in DO-City abhalten.
    Dies gilt es zu verhindern!
    Daher rufen wir kurzfristig auf, sich gemeinsam mit dem Blockado-Bündnis aus Dortmund den Neonazis in den Weg zu stellen.

    Treffpunkt: 17:30 Uhr Reinoldikirche Dortmund

    Weitere Infos gibt es auf blockado.info

    06.05.2018 Essen stellt sich quer

    Für den 6. Mai hat das rechter Bündnis „Eltern gegen Gewalt“, eine Splittergruppe der „Mütter gegen Gewalt“, eine Demonstration in Essen Steele angemeldet. Die „besorgten Mütter“ haben bereits in der Vergangenheit eine Demo in Bottrop veranstaltet, zu der mehrere 100 Teilnehmer, aus allen rechten Spektren kamen. Vom faschistischem Pöbel, über Hooligans, bis zur Identitären Bewegung, war alles vertreten….. nur Mütter hat man vergebens gesucht (*schmunzel). Bottrop hat gezeigt, dass der harmlos anmutende Name nur eine Fassade war, um rechte Hetzpropaganda auf die Straße zu tragen und salonfähig zu machen. Jetzt also mit anderem Namen – „Eltern gegen Gewalt“ – wohl um noch mehr Menschen anzusprechen, aber in erster Linie wohl um das fehlen der Mütter zu erklären.
    Dies dürfen wir nicht zulassen!
    Daher rufen wir euch auf, gemeinsam mit uns nach Essen zu kommen und an der vom Bündnis „Essen stellt sich quer“ organisierten Gegendemonstration teil zu nehmen.

    Treffpunkt: 13:30 Uhr Dreiringplatz Essen Steele

    weitere Infos findet ihr hier http://www.essen-stellt-sich-quer.de
    oder auf Facebook

    #0605e
    #keinenFußbreitdenFaschisten

    Das war die Vorabenddemo in Bochum

    Am Abend des 30.04.2018, startete zum 3. Mal die „Revolutionäre Vorabenddemo“ in Bochum am S-Bahnhof Ehrenfeld. Die Polizei untersagte anfänglich den Start, wegen angeblicher Vermummung des Blocks. Nach geringfügiger optischer Veränderung der ersten Reihen, konnte die Demo mit leichter Verspätung und von Cops gefilmt starten.


    infozentrale

    Mehr als 300 Menschen trugen lautstark links radikale Gedanken zur gesellschaftlichen Zuständen auf die Straßen. Es folgten mehrere Zwischenstops, mit Redebeiträgen verschiedener Gruppierungen. Die für mich persönlich wichtigste Kundgebung, fand im „Bermudadreieck“ statt …. leider war Wetter bedingt die Partymeile nicht so gut besucht wie an anderen Abenden, dennoch konnten die Redner zahlreiche unbeteiligte Ohren erreichen. Ein Vortrag über die Strukturen der neuen Rechten und der Identitären im Allgemeinem, aber auch mit speziellem Bezug auf Bochum, wurden von vielen Passanten mit Interesse aufgenommen. Ich hoffe, dass es den ein oder anderen auch zum Nachdenken angeregt hat und Er oder Sie die Zeichen der Zeit erkannt hat.


    infozentrale

    Von Feuerwerk und Pyrotechnik auf Häuserdächern begleitet, ging es weiter durch die Bochumer Innenstadt, am Ort der letzten Kundgebung wurde die Stimmung etwas kämpferischer, da von Seiten der Staatsdiener angekündigt wurde, mit Zwang ein Ablegen der Vermummung zu erwirken. Es blieb jedoch bei der Androhung und wir konnten unseren Weg in Richtung Endpunkt fortsetzen. Dort angekommen, gab es noch eine Aktion „am“ Schauspielhaus. Genossen hatten erfolgreich das Dach erklommen und unter lautem Beifall erneut Bengalos gezündet. Der polizeiliche Versuch die Aktivisten dingfest zu machen, blieb, genau wie am Autohaus erfolglos.


    infozentrale

    Kurze Zeit später wurde vom Veranstalter die Versammlung als beendet erklärt, vom Regen durchnässt aber glücklich und zufrieden, verließen wir zügig den Tana-Schanzara-Platz um uns für den 1.Mai zu stärken. Danke an die Orga und den EA.

    Danke auch an die infozentrale die uns die Fotos zur Verfügung gestellt hat. Auf dem verlinkten Twitter-Account, findet ihr unter anderem auch eine Timeline der Bochumer-Demo.

    #3004bo