Offener Brief an Uwe Rath vom Lokalkompass Gladbeck

Am 22.September 2018 fand im Bürgerhaus Gladbeck-Ost eine Veranstaltung der AfD statt auf der Martin Renner, Bundestagsabgeordneter und früherer Landessprecher der AfD NRW unter dem Motto:
„Die Alternative für Deutschland macht Zukunft möglich“ einen Vortrag hielt.
Hierzu rief das „Gladbecker Bündnis für Courage“ zum lautstarken Gegenprotest auf, dem auch zahlreiche Bürger*innen folgten und trotz schlechtem Wetter der rechtspopulistischen AfD und ihren Sympathisanten die Stimmung vermiesten. Nach Insiderinformationen belief sich die Zahl der Zuhörer im Bürgerhaus auf ca. 15 Leute, die sich darüber beschwerten das der Gegenprotest so laut sei.
Am 29.September schrieb Herr Uwe Rath auf der Internetseite des Lokalkompass einen Artikel zu der AfD Veranstaltung und dem Gegenprotest der Bürger*innen.
Diese könnt ihr hier nach lesen:Es blieb friedlich und die Zeche zahlt nun der Steuerzahler

Dazu haben wir einen offenen Brief verfasst:

Stadtspiegel Gladbeck
z.Hd. Herr Rath
Horster Str. 24
45964 Gladbeck

Sehr geehrter Herr Rath,
mit Bezugnahme auf Ihren Artikel „Es blieb friedlich und die Zeche zahlt nun der Steuerzahler“
vom 28.09.2018 auf www.lokalkompass.de , schreiben wir, die Anarchistische Antifa Gladbeck, ihnen diese öffentliche Stellungnahme.

Wir finden es mehr als befremdlich, ja sogar besorgniserregend, das Sie den legitimen Protest der bürgerlichen Mitte gegen eine Propagandaveranstaltung der rechtspopulistischen „AfD“ schon mit Ihrer Überschrift dem militanten Spektrum zu ordnen.
Einer reaktionäre Partei wie die AfD, in der viele rechtsextreme kleinst Parteien aufgegangen sind und die mit Gruppen aus dem gewaltbereiten Milieu kooperiert, öffnen Sie durch solche Artikel eine weitere Tür in die Mitte der Gesellschaft und schaffen die Grundlage zur Hetze gegen den antifaschistischen Widerstand aus der Bevölkerung. Durch Ihre Wortwahl, wie Zitat:“ …..und die Zeche zahlt nun der Steuerzahler“ vermitteln Sie ein Bild der Nutzlosigkeit solcher Bürgerbewegungen wie z.B. das „Gladbecker Bündnis für Courage“ die sich gen Rechts stark machen und reduzieren den Widerstand auf die bloßen Kosten für den Steuerzahler. Die, ganz nebenbei bemerkt, nicht all zu hoch gewesen sein dürften, angesichts der geringen Zahl der eingesetzten Beamten.
Gerade sie, als Journalist, sollten sich doch der pressefreiheittlichen Vorzüge bewusst sein und somit ein entschiedener Gegner einer Partei sein, deren Mitglieder ganz unverhohlen die Zensur der Medien fordern und immer wieder Vertretern der Presse den Zugang zu ihren Veranstaltungen verwehren.
Mit Aussagen wie,Zitat:“An dem friedlichen Verlauf maßgeblichen Anteil hatte wohl auch die unübersehbare Präsenz der Polizei ….“ suggerieren Sie den Leser*innen das solche Protestaktionen grundsätzlich gewalttätig ablaufen und nur durch autoritäre Organe wie der Polizei in Schach gehalten werden.
Diese Darstellung ist schlichtweg falsch!
Und nach unserer Auffassung positionieren Sie sich damit auf die Seite der Geschichtsrevisionisten der AfD, die die Gräueltaten der Nazis im 3.Reich nur als Vogelschiss der Geschichte bezeichnen.
Wollen Sie das?
Sind Sie ein Sympathisant der Neofaschisten?
Wir beantworten diese Fragen mit einem klaren Ja! ….Wie sonst lässt sich ein derartiger Artikel erklären? Auch wenn Sie sich abschließend als „neutralen Beobachter“ bezeichnen, vermittelt Ihre Schreibweise ein gänzlich anderes Bild, als das der Neutralität.

Für grenzenlose Solidarität und eine herrschaftsfreie Gesellschaft

Anarchistische Antifa Gladbeck


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